Regeln der Pfadfinder

In jedem Verein herrschen bestimmte Regeln, so auch bei uns. Hier sind die neun Pfadfinderregeln aufgeführt, an die sich jeder Pfadfinder hält und dieses auch in seinem/ ihrem Versprechen gelobt. Manchmal werden die Regeln auch "Pfadfindergesetz" genannt. Lies sie Dir einfach mal durch - Du wirst viele Punkte wiedererkennen, die Dir Deine Eltern bereits beigebracht haben!

Sinn und Zweck der Regeln

Unsere Regeln drücken die Achtung vor anderen Menschen, egal welcher Hautfarbe und Religion aus und spiegeln unseren Umgang mit unserer Umwelt wieder. Die Regeln sind für alle Pfadfinder und Pfadfinderinnen des BdP festgeschrieben und dienen dazu, das Leben in der Gesellschaft zu vereinfachen.

 

Unsere Regeln beginnen alle mit „Ich will…"

Es ist also Deine freie Entscheidung, Dich nach den Pfadfinderregeln zu richten und danach zu leben. Die Pfadfinderregeln gelten überall und zu jeder Zeit, da sie in einer Gesellschaft wichtige Normen beinhalten, wie zum Beispiel Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Entschlossenheit, Verlässlichkeit, Kameradschaft und Toleranz.
Natürlich kann niemand immer jede Regel befolgen, aber dennoch bieten sie Orientierung und helfen uns. Bei den Pfadfindern und auch im Alltag.

Die neun Pfadfinderregeln

 

  • 1. Ich will hilfsbereit und rücksichtsvoll sein

Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme sind, vor allem in Gruppen, in denen man aufeinander angewiesen ist, das A und O. Aber natürlich sind wir auch hilfsbereit und rücksichtsvoll gegenüber allen Anderen.


  • 2. Ich will den Anderen achten.

Wer ist der Andere?
Jeder, dem Du begegnest, egal ob Fremder, Freund, Pfadfinder oder Nicht-Pfadfinder. Andere zu achten, das heißt, sie so zu tolerieren wie sie sind und ihre Meinungen und Einstellungen zu respektieren - auch wenn sie vielleicht nicht mit den eigenen zusammenpassen.
Jeder hat ein Recht seine Meinung zu vertreten und angehört zu werden. Gerade durch Unterschiede wird unsere Gemeinschaft so spannend und abwechslungsreich!


  • 3. Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen.

Pfadfinder sind eine große Gemeinschaft und das weltweit! Du kannst hier - unabhängig der Religion, Deinem Alter, der Hautfarbe oder dem Wohnort - Freundschaften für's Leben schließen! Und Du weißt ja sicher: „Wie man es in den Wald hinein ruft, so schallt es auch wieder hinaus“


  • 4. Ich will aufrichtig und zuverlässig sein.

Wer immer bei der Wahrheit bleibt und ehrlich ist, dem kann vertraut werden. Und Zuverlässigkeit hilft Dir und Anderen. Das ist wichtig, vor allem für das Leben in einer Gemeinschaft, da sich Andere auf Dich verlassen und Dir vertrauen - und umgekehrt.


  • 5. Ich will kritisch sein und Verantwortung übernehmen.

Benutze Deinen Verstand, frage nach und denke über Dinge nach, die Du nicht verstehst oder die Dir vorgepredigt werden. Nimm nicht alles hin sondern bilde Dir Deine eigene Meinung, denn Du trägst Verantwortung für Dich selbst, und Andere!


  • 6. Ich will Schwierigkeiten nicht ausweichen.

Drücke Dich nicht vor Dingen, die Dir vielleicht schwerer fallen als andere, oder auf die Du keine Lust hast. Natürlich möchte niemand abwaschen oder abends noch Feuerholz schlagen, doch für die Gemeinschaft muss jeder mal mit anpacken. Natürlich möchte niemand mit jemandem reden, mit dem er sich gerade gestritten hat, doch hinterher ist man immer froh.
Wie der Gründer der Pfadfinder, Robert Baden-Powell, sagte: „Lächle, überlege Dir wie Du vielleicht doch noch einen Erfolg erzielen kannst und packe zu! Eine Schwierigkeit hört dann auf eine zu sein, wenn du die Kraft aufbringst, darüber zu lachen!“


  • 7. Ich will die Natur kennen lernen und helfen, sie zu erhalten.

Wir sehen es als unsere Pflicht an, uns als Pfadfinderinnen und Pfadfinder für die Natur einzusetzen. Wenn wir auf Fahrt sind, wandern, zelten, spielen, oder draußen toben, sind wir in der Natur und leben in ihr. Naturschutz beginnt schon im Kleinen, dafür muss man kein Pfadfinder sein! Seinen eigenen Müll wegzuräumen ist schon ein Anfang.


  • 8. Ich will mich beherrschen.

Das eigene Temperament und die eigene Zunge noch unter Kontrolle zu haben, wenn die Gruppe schon wieder verliert oder es auch nach tagelanger Wanderung noch regnet. Wir wollen das gelassen sehen.


  • 9. Ich will dem Frieden dienen und mich für die Gemeinschaft einsetzen, in der ich lebe.

Für den Frieden kannst Du Dich schon mit kleinen Gesten einsetzen, höre Anderen im Streit zu, gib vielleicht auch mal nach... Es gibt so viele Möglichkeiten, die nicht viel Aufwand kosten und trotzdem viel bewirken können!
Doch auch der Frieden in größerem Ausmaß ist uns wichtig. Verständigung und Kompromisse sind besser als Kriege und Konflikte!